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Betrachtung

Ist Hundehaltung Egoismus?

Wieso kaufen sich Menschen Hunde? Ist es in der Tat die Liebe zum Tier? Ist es der Wunsch, nicht ohne Partner sein zu müssen? Junge Paare üben die Elternschaft oder ist es ein gänzlicher Kindersatz? Als Sportpartner angeschafft, begleiten die Vierbeiner ihre Besitzer beim Joggen und Radeln über Kilometer.
Wie sieht es unterdessen mit den Statussymbol-Hunden aus? Oder den Mutter-Therasa-Hunden? Welche Motivation entscheidet den Erwerb?

Auch wenn genannte Gründe ihre Berechtigung haben, bei aller Ehrlichkeit ist der Beweggrund der Anschaffung egoistische basiert. »Ich möchte nicht alleine sein. Ich möchte mich kümmern dürfen. Ich möchte einen Sportpartner. Ich möchte etwas darstellen. Ich möchte helfen. Ich wollte schon immer einen Hund.« Die wenigsten Hundebesitzer handeln altruistisch. Sie erwarten über kurz oder lang, auf die eine oder andere Weise eine Gegenleistung vom Hund.

Eine ichbezogene Handlung ist Egoismus, ein menschlicher Zug, an dem grundsätzlich nichts auszusetzen ist. Wenn da nicht die Ignoranz, gegenüber den Bedürfnissen des Hundes wäre.

Hat der Mensch sein ganz persönliches Verlangen befriedigt und sich seinen Traumhund gekauft, spielen sich die schönsten Bilder in seinem Kopf ab, wie die Zukunft aussehen wird. Gemeinsam über Stock und Stein, Begleiter in allen Lebenssituationen, freundlich zu Kindern und Artgenossen, gehorchen aufs Wort, braucht keine Leine. Dieser Hund bleibt allein zu Hause, ist ruhig im Auto, kann zwischen Gast und Einbrecher unterscheiden, bettelt nicht, hat keine Angst vor irgendetwas und so weiter. Und der Hundebesitzer muss dafür nur wenige Stunden eine Hundeschule besuchen – wenn überhaupt. Noch wünschenswerter, es klappt ohne eine Hundeschule.

Was passiert, wenn der Traumhund sich nicht zum Mitläufer entwickelt? Wie kann das passieren? Wer trägt die Schuld? Wie können die Probleme behoben werden? Wie lange dauert es, bis alles wieder im Lot ist? Was kostet der Spaß?

Allein die Frage nach der Dauer einer »Behandlung« lässt mich stutzen. Auf die Frage: »Wie viel Zeit räumt ihr Euch ein, an dem Problem zu arbeiten?«, antwortete eine Hundehalterin, »Er bekommt die Zeit, die er braucht, um zu lernen, wie man dem Leben entspannt begegnet.«

Eine empathische Aussage, losgelöst vom ICH. Das ist Liebe zum Hund!

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